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Vitamin-D

Vitamin D ist im Augenblick „der Renner“

Genaugenommen handelt es sich um Vitamin D3; syn.: Cholecalciferol, Colecalciferol, Calciol.

Was macht das Vitamin D so interessant?

Als ein Vitamin, das fĂĽr den Knochenstoffwechsel erforderlich ist, ist Vitamin D seit langer Zeit bekannt. Mit Vitamin D-Mangel verband man Rachitis(Knochenerweichung) und auch Osteoporose.

Ins Rampenlicht kam das Cholecalciferol seit kurzem durch 2 Entdeckungen:

  • viele, vor allem ältere Menschen, weisen einen Vitamin D-Mangel auf
  • Vitamin D ist nicht nur fĂĽr die Knochen, sondern fĂĽr noch viele andere Erkrankungen ein entscheidender Stoff

Vitamin D und Erkrankungen

Jüngere Forschungen zeigten, dass in vielen Geweben im Körper Rezeptoren für das Vitamin D sitzen, d.h. Vitamin D spielt auch in diesen Geweben eine Rolle.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (kardiovaskuläre Erkrankungen)

    • Bluthochdruck
    • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
      Ein hoher Serumspiegel an Vitamin D geht mit einem niedrigeren Sterberisiko (81 Prozent niedrigeres Risiko an einem Herzinfarkt zu sterben) einher. So das Ergebnis einer Metaanalyse des Copenhagen University Hospital aus dem Jahre 2012. Die Analyse umfasst einen Zeitraum von 29Jahren und ĂĽber 10.000 Probanden.
    • Metabolisches Syndrom
      Das metabolische Syndrom ist ein wesentlicher Risikofaktor fĂĽr den Myokardinfarkt. Siehe: Metabolisches Syndrom.
  • Autoimmunerkrankungen

  • Multiple Sklerose

  • Morbus Crohn

  • Diabetes mellitus Typ 1
    Eine Therapie mit 2000 IE (!) Vitamin D3 täglich gegeben während des ersten Lebensjahres reduzierte die Entwicklung eines Typ-I-Diabetes in den darauffolgenden 31 Jahren um 80% (finnische Studie an über 10.000 Säuglingen).
  • Erkrankung vor allem älterer Menschen
    • Osteoporose

    • Demenz

    • Hirnleistungseinschränkung

    • Parkinson

    • erhöhte Sterblichkeit bei Vitamin D-Mangel

  • Krebs

  • weitere Erkrankungen

Wissenswertes zu Vitamin-D

Optimaler Spiegel

Ein optimaler Vitamin-D-Spiegel liegt bei Vitamin-D zwischen 30 – 70 µg/l. Bei einem Vitamin-D-Spiegel unter 30 µg/l sinkt die Calcium-Aufnahme im DĂĽnndarm deutlich ab[3-5]. Wenn umgekehrt der Vitamin-D-Spiegel von 20 auf 32 µg/l angehoben wird, erhöht sich die intestinale Calciumabsorption um ca. 50% .

Wieviel Vitamin-D am Tag?

1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE); 1 IE = 0,025 µg

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 800I.E. für Kinder, Erwachsene und Schwangere, und nur für Säuglinge 400I.E.

Andere empfehlen ca. 800 – 10000I.E. am Tag zuzufĂĽhren. Zum Beispiel steht in der Leitlinien der DVO zur Prophylaxe der Osteoporose eine Empfehlung von 800 – 2000I.E. am Tag, wenn es nicht möglich ist sich 30min am Tag mit unbedeckten Armen und Gesicht in die Sonne zu begeben.

Symptome einer Ăśberdosierung

Calcium wird vermehrt aus dem Darm aufgenommen und ausserdem aus dem Knochen in das Blut transportiert. Im Urin kann vermehrt Calzium nachgewiesen werden(Hypercalciämie). Es kommt zu Kalkablagerungen in den Nieren und schlussendlich zur Niereninsuffizienz. Es kann zu Kalkeinlagerungen Im Herz, Lunge, Muskeln, Sehnen und Gefäßen kommen. Der Knochen kommt es zu eine Osteoporose.

Vitamin K zur Vermeidung einer Hypercalcämie: Vorsicht, Vitamin K1 hebt die Wirkung von Marcumar und verwandten blutverdünnenden Substanzen(Cumarine) auf.

Alte Menschen und Altenpflegeheime

Da Vitamin D über die Nahrung kaum im erforderlichen Maß aufgenommen werden kann, wer trinkt schon täglich Lebertran, ist Sonnenbestrahlung die wichtigste Vitamin-D-Quelle. Gesicht und Arme sollen 15-30min. direkte Sonnenbestrahlung täglich erfahren. Sind Sie täglich so lange in der Sonne? Auch im Winter? Und was ist mit alten Menschen und Altenheimbewohner? Eine Studie aus Giessen konnte an Patienten einer orthopädischen Abteilung bei ca. 60% der Menschen einen Vitamin-D-Mangel und bei 84% einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel nachweisen.

Sonne, Stubenhocker und Sonnenschutzcreme

Vitamin-D wird in der Haut durch Einwirkung von UV-B-Strahlung gebildet. Gesicht und Arme sollen 15-30min. direkte Sonnenbestrahlung täglich erfahren. Schon ein Sonnenschutzfaktor von 8 reduziert die Bildung von Vitamin D um ca. 95% ! Das Vitamin-D nimmt übrigens bei längerer (etwa 15min) Sonneneinstrahlung auch wieder ab, da es lichtempfindlich ist.

Vitamin-D-Quellen

  • Haut: Die wichtigste Vitamin-D-Quelle fĂĽr uns  Menschen ist die Bildung des Vitamins in der Haut unter Sonneneinstrahlung.
  • Lebensmittel: Gut wenn man Lebertran liebt, da reichen schon 8ml am Tag um auf etwa 1000I.E: Vitamin-D zu kommen. 100g Hering, 120g Wildlachs und 200g Sardinen tun es auch. (Zuchtlachs hat aber wieder nur 1/4 der Menge vom Wildlachs.) 8 Eier haben ca. 1000I.E. und auch 20l Milch. 1x in der Woche Fisch, wie es frĂĽher ĂĽblich war, hat schon seinen Sinn. (Alles ungefähre Angaben.) Eine Tabelle findet sich bspw. bei wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol#Vitamin.C2.A0D_in_Nahrungsmitteln
  • Nahrungsergänzungsmittel: Scheinen das Mittel der Wahl zu sein, wenn man nicht ausreichend in die Sonne kommt und keinen Lebertran mag.

Labor und Normalwerte

Als Normalbereich fĂĽr das Vitamin D gilt der Bereich von 30 -70 ug/l.


Klaus Schleusener Facharzt für Allgemeinmedizin 
Alternative Medizin
Akupunkteur - Homöopath 
Augenakupunkteur

Akupunktur in Karlsruhe

Als Arzt für Allgemeinmedizin habe ich lange Erfahrung mit der Schulmedizin und psychosomatischer Medizin. Darüberhinaus bilde ich mich seit über 20 Jahren intensiv in verschiedenen Akupunkturmethoden, traditioneller chinesischer Medizin (TCM), klassischer Homöopathie und Naturheilkunde weiter.

Alternative Medizin Schleusener
Klaus Schleusener
Facharzt für Allgemeinmedizin
Zusatzbezeichnung Homöopathie, Naturheilkunde
Meister der Akupunktur (daegfa)
Schwerpunkt der Praxistätigkeit: Akupunktur - Augenakupunktur nach Boel - TCM - Homöopathie - Raucherentwöhnung

Rechtlicher Hinweis: Die Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch und stellen keine Aufforderung oder Anleitung zur Selbsttherapie dar. Naturheilkunde, Akupunktur und Homöopathie sind schulmedizinisch nicht anerkannt und entsprechen nicht der leitliniengerechten Medizin. Ich übernehme keine Haftung für die Informationen in diesem Artikel.
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Externe Links, Literatur und Quellen

  1. http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/gesundessen/tid-17499/vitamin-d-der-unterschaetzte-schutzschild_aid_488130.html
  2. P. Brøndum-Jacobsen, M. Benn, G. B. Jensen, B. G. Nordestgaard: 25-hydroxyvitamin d levels and risk of ischemic heart disease, myocardial infarction, and early death: population-based study and meta-analyses of 18 and 17 studies. In: Arteriosclerosis, Thrombosis, and Vascular Biology Band 32, Nummer 11, November 2012, S. 2794–2802, ISSN 1524-4636. doi:10.1161/ATVBAHA.112.248039. PMID 22936341.
  3. Gerrit Steffen Maier, MD, Philipp Jakobs, Klaus Edgar Roth, MD, Andreas Alois Kurth, MD, and Uwe Maus, MD; Clin Orthop Relat Res. Sep 2013; 471(9): 3029–3035.  2014 Sep 10; Is There an Epidemic Vitamin D Deficiency in German Orthopaedic Patients?  http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3734399/(ca. 60% der älteren Patienten einer ortopädischen Abteilung hatten einen Vitamin-D-Mangel, ca. 80% einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel.)
  4. Hypponen E, Laara E, Reunanen A, Jarvelin MR, Virtanen SM: Intake of vitamin D and risk of type 1 diabetes: a birth-cohort study. Lancet 358:1500–1503, 2001; http://care.diabetesjournals.org/content/25/6/1107.full
  5. Jia-Yi Dong,1 Weiguo Zhang,2 Jiong Jack Chen,3 Zeng-Li Zhang,4 Shu-Fen Han,1 and Li-Qiang Qin1,*; Nutrients. Sep 2013; 5(9): 3551–3562. ; Vitamin D Intake and Risk of Type 1 Diabetes: A Meta-Analysis of Observational Studies; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3798920/