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Anti-Aging-Theorien

Anti-Aging ist seit einigen Jahren ein Schlagwort. Keiner will alt werden. Genaugenommen besch√§ftigen sich die Menschen schon seit Jahrtausenden mit den Thema Anti-Aging. Damals waren es halt die Chinesischen Kaiser die Ihre √Ąrzte auf die Scuhe nach Geheimrezepten schickten.

Mittlerweilen ist das Thema in der breiten Masse angekommen, und es wird viel daran geforscht und noch mehr vermarktet.

Auf dieser Seite m√∂chte ich 4 wichtige Theorien zum Anti-Aging und die Folgerungen f√ľr die Therapien daraus darstellen.

Kurz und knapp gesagt:

  • Die Freie-Radikale-Theorie m√∂chte freie Radikale durch Antioxidantien unsch√§dlich machen.
  • Die Mitochondrien-Theorie m√∂chte freie Radikale gar nicht erst entstehen lassen und die Mitochondrien in ihrer Stoffwechselfunktion unterst√ľtzen.
  • Die AGE-Theorie (Advanced Glycosylation Endproducts) geht davon aus, dass ein niedriger Blutzuckerspiegel lebensverl√§ngernd wirkt.
  • Die Neuroendokrine Theorie geht davon aus, das das Altern mit der sinkenden Hormonproduktion zusammenh√§ngt, und substituiert Hormone.

Die Freie-Radikale-Theorie

Freie Radikale sind Molek√ľle mit einem freien Elektron in der Elektronenh√ľlle. Das macht sie sehr reaktionsfreudig. Sie k√∂nnen andere Molek√ľle, z.B. Lipide(Fette) oxidieren, und dadurch in ihrer Struktur und Eigenschaft ver√§ndern.

Sie entstehen bei der k√∂rpereigenen Energiegewinnung in den Mitochondrien sowie durch √§u√üere Einfl√ľsse, wie UV-Strahlung, Rauchen, verschiedene Umweltgifte etc.

Freie Radikale bewirken z.B. folgendes:

  • bei Lipide(Fette)
    • Oxidierte Lipidmembran von Zellw√§nden macht die Zellwand durchl√§ssig und instabil
    • Oxidiertes LDL-Cholesterin lagert sich in die Arterienwand ein, ein Faktor der Arteriosklerose
  • bei Proteinen
    • greifen Enzyme an, ver√§ndern deren Struktur und deren Funktion
    • ver√§ndern die DNA, k√∂nnen somit zu Krebs f√ľhren

Wie sch√ľtzt sich unser K√∂rper?

Unser Organismus besitzt mehrere Schutz und Reperatursysteme, die ihn vor den Angriffen der freien Radikalen sch√ľtzen und die freie Radikale unsch√§flich machen. Dazu geh√∂ren die antioxidativen Enzymsysteme, die

  • die Superoxyd-Dismutase die das extrem aggressive Peroxyd-Radikal in Wasserstoffperoxid umzuwandeln
  • die Glutathion-Peroxidase und die Katalasen, welche das Wasserstoffperoxid zu molekularem Sauerstoff (O2) reduzieren

Therapieableitung der „Freie-Radikal-Theorie“

Aus dieser Therorie folgt der Gedanke, dass eine hochdosierte Zufuhr von so genannter Antioxidanzien (Radikalenfänger) die Oxidation der Lipide und Proteine verringert, und somit die Alterung des Organismus abbremst. Also gibt man die Vitamine C, A, E sowie sekundäre Pflanzenstoffe in hoher Dosierung als Nahrungsergänzung.

F√ľr diesen Zweck ben√∂tigt man die Antioxidantien hochdosiert. Hier streiten sich die DGE und die Orthomolekulare Medizin. Die DGE geht es um die Vermeidung von Mangelzust√§nden, deshalb sind die Dosierungsempfehlungen relativ niedrig. Der Orthemolekularen Medizin geht es um den Einsatz von Vitaminen und anderen Stoffen als Therapie, mit entsprechend deutlich h√∂heren Dosierungen. Diese Dosierungen lassen sich durch die Ern√§hrung kaum im praktischen Leben zu sich nehmen. Deshalb wird seitens der orthemolekularen Medizin die Einnahme von Nahrungserg√§nzungsmitteln empfohlen.

Meines Wissens stehen aussagekräftige Studien am Menschen derzeit noch aus.

Die Mitochondrien-Theorie

Mitochondrien sind die Kraftwerke in unseren Zellen. Sie liefern die Energie, die wir zum Leben benötigen. Sie besitzen eine ganz eigene DNA, woraus man folgern kann, dass die Mitochondrien vor undenklichen Zeiten einmal eigenständige Lebewesen waren.

Mitochondrien liefern √ľber die sogenannte Atmungskette, einem bestimmten chemischen Prozess, die „Energiew√§hrung“ unseres K√∂rpers: ATP.

Bei diesem Energiegewinnungs-Prozess entstehen viele freie Radikale. Und diese freien Radikale schädigen gleich erstmal die Mitochondrien selbst, indem sie die Mitochondrien-DNA und auch die Mitochondrienmembran angreifen und oxidieren.

Da die Mitochondrien-DNA sozusagen „ein altes Modell“ ist, das nicht wie unsere K√∂rper-DNA √ľber verschiedene Schutz-und Reperaturmechanismen verf√ľgt, ist sie besonders anf√§llig f√ľr den Angriff der freien Radikale.

Jetzt haben wir gesch√§digte Mitochondrien, die weniger ATP produzieren (der Mensch ist M√ľde) und die auch noch vermehrt freie Radikale produzieren, die wiederum die Mitochondrien und den K√∂rper sch√§digen. Ein Teufelskreis hat begonnen.

Zudem laufen in den Mitochondrien auch noch ganz wesentliche Stoffwechselprozesse unseres Körpers ab. Bei einer Fehlfunktion der Mitochondrien kann es zu Erschöpfung und auch zu Krankheiten kommen.

Das Altern ist nach dieser Theorie also auf eine Sch√§digung der Mitochondrien zur√ľckzuf√ľhren.

Therapieableitung der Mitochondrien-Theorie

Die Mitochondrien sollen gesch√ľtzt und in Ihrer Funktion unterst√ľtzt werden.

Die Funktion der Mitochondrien h√§ngt ganz wesentlich mit einer ausreichenden Vitalstoffversorgung zusammen. Sonst funktionieren wesentliche Stoffwechselwege unseres K√∂rpers nicht mehr. Durch ein gr√ľndliches Anamnesegespr√§ch und oft auch durch spezielle Laboruntersuchungen grenz man die fehlenden N√§hrstoffe ein. Das k√∂nnen Vitamine oder Mineralstoffe sein. Und erg√§nzt dann die fehlenden Stoffe in Form von Nahrungserg√§nzungen bzw. Vitaminpr√§paraten.

Die AGE-Theorie (Advanced Glycosylation Endproducts)

folgt

Die Neuroendokrine Theorie

folgt

 

Das große Problem der derzeitigen Anti-Aging-Medizin sind die fehlenden Studien. Wirken die eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel wirklich lebensverlängernd?

Mein derzeitiges Fazit:

Ich meine der Begriff ist schon falsch. Es ist nicht m√∂glich das Altern zu verhindern. Das ist Augenwischerei. Aber „Better-Aging“, also ges√ľnder alt werden. Das ist denke ich durchaus erreichbar. Das erfordert nat√ľrlich Eigeninitiative. Um m√∂glichst gesund alt zu werden kann man nicht die Verantwortung f√ľr das eigene Leben an der T√ľr zur Arztpraxis abgeben. Meine bescheidene Meinung.

Alle diese Theorien f√ľr sich greifen mir zu kurz. Gut freie Radikale unsch√§dlichmachen oder beser noch gar nicht erst entstehen lassen. Das ist sicher sinnvoll. Und dass eine Unterfunktion der Mitochondrien zu fr√ľhzeitiger Krankheit f√ľhren kann, das glaube ich auch. Dass ein zuviel an Kohlehydraten f√ľr und Menschen nicht gesund ist, das halte ich auch f√ľr wahrscheinlich. (√úbrigens ist eine wesentliche Ma√ünahme in der Mitochondrialen Medizin nach Dr. Kuklinski ebenfalls eine Umstellung auf eine kohlenhydratarme Kost.) Als Gesamtpaket, glaube ich, haben diese 3 Ans√§tze ein sehr gro√ües Potential, um l√§nger gesund zu bleiben. Ich erweitere das dann noch¬† um Akupunktur, und dann passt das f√ľr mich schon.

Mit der Gabe von (k√ľnstlichen) Hormonen allerdings tue ich mich schwer. Das halte ich derzeit nicht f√ľr sinnvoll.

  • Ein durch entsprechende Ern√§hrung konstant niedrig gehaltener Blutzuckerspiegel scheint mir f√ľr die meisten Menschen erst einmal unattraktiv. Das klingt nach Verzicht. Hat aber glaube ich viel Potenzial, da meines Erachtens ohne Nebenwirkungen und mit einer vitalstoffbetonten Kost(Gem√ľse, eher weniger Obst weil s√ľ√ü, eher kohlenhydratarm) erreichbar. Etabliert haben sich die LOGI-Kost und auch die Pal√§o-Kost.
  • Von Ausnahmen abgesehen ist meine Linie die vitalstoff-betonte Ern√§hrung. Auch weil es ja auch noch die sekund√§ren Pflanzenstoffe gibt, die auch eine antioxidative Rolle spielen.
  • Ein anderes Thema ist die Frage, ob unsere Ern√§hrung noch ausreichend Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und sekundd√§re Pflanzenstoffe enth√§lt.
  • Sinnvoll ist m.E. die Mitochondriale Therapie nach Dr. Kuklinski. Nach Anamnese und Labortestung werden fehlende Vitalstoffe erg√§nzt.

Wieviel die derzeitige Anti-Aging-Medizin bewirkt, ist in meinen Augen noch unklar. Hier wird wohl auch viel mit den √Ąngsten der Menschen vor dem Tod Profit gemacht. Mir gef√§llt das Konzept Better-Aging besser. Also gesund Altern. Alt werden wir alle, da geht kein Weg dran vorbei. Die einzige M√∂glichkeit nicht alt zu werden, ist jung zu sterben. Wer will das schon?

  • Bewegung: es muss kein Sport sein. schon 1/2 Stunde flott spazierengehen am Tag hilft.
  • Gesunde Verdauung: die beste Ern√§hrung n√ľtzt nichts, wenn der K√∂rper die Stoffe nicht aufnehmen kann.
  • Ern√§hrung: abwechslungsreich, gem√ľsereich,
    • sparsam mit Fleisch: die DGE empfiehlt nicht mehr als 300-600g Fleisch in der Woche, die Realit√§t im Durchschnitt in Deutschland liegt bei: ca. 60kg im Jahr, also etwa 1,13kg in der Woche. Im Durchschnitt!! Da sind Vegetarier und Kleinkinder mit dabei. Wir ben√∂tigen ca. 0,8g Proteine pro kg K√∂rpergewicht am Tag, entsprechend f√ľr einen 70kg Menschen sind das 56g. Da z√§hlen Pflanzen-Proteine nat√ľrlich it, das hei√üt nicht 56g Fleich am Tag!!! Und da ist eine Sicherheitsmarge von ca. 100% schon eingerechnet.
    • wenn m√∂glich vom lokalen (Bio-)Bauern
  • Beschwerden mit „sanfter Medizin“ fr√ľhzeitig behandeln. Dazu scheint mir Pflanzenheilkunde, Akupunktur und Hom√∂opathie gut geeignet.
  • Yoga oder Qi-Gong

 


Klaus Schleusener Facharzt fŁr Allgemeinmedizin 
Alternative Medizin
Akupunkteur - HomŲopath 
Augenakupunkteur

Akupunktur in Karlsruhe

Als Arzt für Allgemeinmedizin habe ich lange Erfahrung mit der Schulmedizin und psychosomatischer Medizin. Darüberhinaus bilde ich mich seit über 20 Jahren intensiv in verschiedenen Akupunkturmethoden, traditioneller chinesischer Medizin (TCM), klassischer Homöopathie und Naturheilkunde weiter.

Alternative Medizin Schleusener
Klaus Schleusener
Facharzt für Allgemeinmedizin
Zusatzbezeichnung Homöopathie, Naturheilkunde
Meister der Akupunktur (daegfa)
Schwerpunkt der Praxistätigkeit: Akupunktur - Augenakupunktur nach Boel - TCM - Homöopathie - Raucherentwöhnung

Rechtlicher Hinweis: Die Informationen ersetzen nicht den Arztbesuch und stellen keine Aufforderung oder Anleitung zur Selbsttherapie dar. Naturheilkunde, Akupunktur und Homöopathie sind schulmedizinisch nicht anerkannt und entsprechen nicht der leitliniengerechten Medizin. Ich übernehme keine Haftung für die Informationen in diesem Artikel.
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Externe Links, Quellen und Literatur

  1. Fleichkonsum in Deutschland 2013: http://www.bvdf.de/in_zahlen/tab_05
  2. Wikipedia zu Fleischkonsum: http://de.wikipedia.org/wiki/Fleischkonsum_in_Deutschland
  3. http://www.natum.de/91-0-Anti-Aging.html